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Unbekannte Nähe

Moderne niederländische Lyrik bis 1980

Zweisprachig. 72 niederländische und flämische Autoren und Autorinnen,
übersetzt von Hans Theo Asbeck, Maria Csollány, Waltraud Hüsmert,
Siegfried Mrotzek, Johannes Piron, Heinz Schneeweiß.
Mit einer Einleitung von Hugo Brems

ISBN 3-89107-008-X - 328 Seiten, Broschur, € 4,50

Die repräsentative Auswahl zeigt Tendenzen, Schulen und Gruppierungen
der niederländischen und flämischen Lyrik zwischen 1940 und 1980.

Hochinteressant, wie nach der surrealistischen Revolution der »Vijftigers«, den Sprachspielen in den 60er und der gesellschaftlich engagierten Lyrik in den späten 60er Jahren junge Dichter in den 70er Jahren pötzlich wieder zu längst tot geglaubten klassischen Formen zurückkehren.
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Albert Helman - Häuptlinge vom Oayapok!

Roman in fünf Reden

Aus dem Niederländischen von Maria Csollány. Mit einem ausführlichen Nachwort des Autors für die deutsche Ausgabe.

ISBN 3-89107-028-4, 82 Seiten, Klappenbroschur. € 3,00

Ein kleines, suggestives Prosawerk des surinamischen Schriftstellers und Anthropologen über die Zerstörung der indianischen Kulturen im Amazonasgebiet. Helman (eigentl. Lou Lichtveld), selbst indianischer Herkunft, läßt in seiner formstrengen poetischen Sprache die Redekunst der Indianer erahnen.

Ein Autor, den schon Albert Vigoleis Thelen in seiner»Insel des zweiten Gesichts« als großen Erzähler entdeckt hatte.
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Barbara Henkes - Heimat in Holland

tl_files/straelener-manuskripte/Bilder/Niederlande/Holland.jpgDeutsche Dienstmädchen 1920 -1950

Aus dem Niederländischen von Maria Csollány. Mit einem Vorwort von Gerhard Hirschfeld.

  • ISBN 3-89107-044-6 bzw. 978-3-89107-044-4
  • 320 Seiten, 44 Abb., div. Register , Fadenheftung broschiert.
  • € 22,-
  • Restauflage verbilligt! Nur noch € 9,95

Noch heute rufen die deutschen Dienstmädchen bei den Niederländern lebhafte Erinnerungen, aber auch alte Feindbilder wach. Zwischen 1920 und 1933 kamen sie zu Zehntausenden ins niederländische Guldenparadies: Junge Mädchen aus dem verarmten Mittelstand und der Arbeiterschicht, die sich - hochwillkommen - als Dienstmädchen verdingten.
Aber nach 1935 wächst auch dort der Druck auf den Arbeitsmarkt. Sie werden als Eindringlinge empfunden und sind gleichzeitig einer heftigen völkischen Agitation aus Deutschland ausgesetzt. Die meisten kehren zurück. Wer dort bleibt, hat geheiratet oder fühlt sich aus anderen Gründen gut integriert, bis der Einmarsch der deutschen Wehrmacht diese Integration zunichte macht. Mißtrauen und Verdacht, daß die ehemals deutschen Frauen zur Spionage gezwungen würden, reißen tiefe Gräben und führen nach 1945 zu einer wahren Abschiebungshysterie.

Die detaillierte und gut lesbare Fallstudie der Amsterdamer Historikerin sorgte für Aufsehen. Sie basiert auf Archivmaterial und über 150 - zum Teil mündlich erzählten - Lebensgeschichten und diskutiert aus dem historischen Abstand heraus eins der drängendsten Probleme unserer Zeit: Arbeitsmigration und nationale Identität.

Mit "Heimat in Holland" ist der Historikerin Barbara Henkes eine bemerkenswerte Symbiose aus Archivarbeit und "oral History" gelungen. Zudem ist es spannend zu lesen - ein Kapitel deutsch-niederländischer Geschichte.
taz

Barbara Henkes kommt das Verdienst zu, diese Frauenschicksale, die in vielen Aspekten den Lebensverhältnissen der Gastarbeiter und Flüchtlinge heute ähnlich sind, zu Bewußtsein gebracht zu haben - mit faktenreichem Material aus sonst kaum zugänglichen Archiven.
BADISCHE ZEITUNG

Es gibt viele Gründe, "Heimat in Holland" als Lektüre wärmstens zu empfehlen. Der wichtigste ist vielleicht, daß die Autorin ein Gesamtbild zeichnet, in dem die Verflechtung der Geschichte der Dienstmädchen mit dem jeweiligen deutschen und niederländischen Hintergrund absolut gelingt.
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